Körperorientierte Psychotherapie


Kennen Sie das? Plötzlich ist da ein starkes Gefühl der Angst, der Ablehnung oder auch der Freude. Oft wird es durch einen Geruch, ein Geräusch, den Tonfall einer Stimme oder eine Berührung ausgelöst - und Sie können gar nicht erklären warum.

 

Körperliches und psychisches Erleben sind miteinander verknüpft.

Aufgrund solcher Beobachtungen basiert die körperorientierte Psychotherapie auf der Annahme, dass Körper und Psyche eine untrennbare Einheit bilden. Die psychischen und körperlichen Dimensionen des menschlichen Erlebens werden gleichwertig behandelt. In der Therapie wird das Gespräch durch die Wahrnehmung der Reaktion des eigenen Körpers, der Atmung und durch sich daraus ergebende Bewegungselemente ergänzt.

 

Erleben hilft verstehen

Die Körperwahrnehmung wird gezielt genutzt, um unbewusste psychische Prozesse ins Bewusstsein zu bringen. Hierzu wird die Achtsamkeit gestärkt, um dann die Aufmerksamkeit während des Therapieprozesses auf das innere und körperliche Erleben zu lenken, quasi nach innen zu "horchen". Das wahrgenommene Verhalten des Körpers (z.B. die Art der Atmung oder eine Anspannung der Kiefernmuskeln) ist gleichzeitig ein Ausdruck des psychischen Erlebens. Es in den Blick zu nehmen hilft daher, die in der Therapie besprochene Situation besser zu verstehen und einzuordnen.